Emotionen sind zwar da, um gefühlt zu werden. Jedoch nicht, um sie sofort auszuleben. Nicht jedem Gefühl muss nachgegangen werden und schon gar nicht in dem Moment, indem es auftritt.
Nimm wahr, welche Gefühle in welchen Situationen hochkommen. So lernst Du bereits viel über Dich selbst. Bevor Du Handlungen setzt, atme erst einmal tief durch und analysiere die Gegebenheiten.
Dann kannst Du immer noch angemessen agieren. Das steigert eine wichtige Komponente der Emotionalen Intelligenz: Die Selbstregulation.
Ich habe für mich eine tolle Atemübung entdeckt, um meine Selbstregulierung zu trainieren. Die möchte ich gern mit Dir teilen:
Sobald ich etwas gelesen, gehört oder erfahren habe, dass mich emotional berührt (das kann positiv wie negativ sein), atme ich 3 Sekunden ein und spreche gedanklich folgende Worte: Denken, Fühlen.
Danach atme ich 5 Sekunden aus und spreche gedanklich das Wort „Entscheiden“. Dieses Wort ziehe ich quasi die 5 Sekunden lang in die Länge. Dann wiederhole ich diese Übung bis zu neunmal, denn soviel Zeit braucht das Gehirn, um wieder genug Sauerstoff im präfrontalen Cortex zu haben.
Das hilft mir, wieder einen klaren Kopf zu haben und nicht (zu) emotional zu reagieren.