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Selbst-marketing

Mit LinkedIn zum Traumjob
[10 Schritte‒Anleitung]

Mit Linkedin zum Traumjob – geht das wirklich? Absolut. Warum ich das weiss? Erfahrungswerte meiner Kunden und natürlich, weil ich dieses Business Netzwerk besser kenne, als meine eigene Westentasche. Lass Dich finden, anstatt ewig lang nach der Nadel im Heuhaufen zu suchen! Wie Du das anstellst, erfährst Du in dieser Anleitung. Ich verrate Dir als 2x LinkedIn Top Voice (Job & Karriere) 10 Insidertipps, wie Du das Business Netzwerk gezielt für Deine Traumjobsuche einsetzen kannst.
LinkedIn ist führende Social Media Plattform für Beruf und Karriere. Es ist ein mächtiges Werkzeug, damit Du selbstbestimmt Deine Karriere planen kannst. Wenn Du lernst, wie Du Dein LinkedIn Profil gezielt für Deine Jobsuche einsetzen kannst, sparst Du wertvolle Lebenszeit auf der Suche nach dem beruflichen Glück. In diesem Artikel möchte gebe ich Dir 10 leicht umsetzbare Insider Tipps als 2x LinkedIn Top Voice, wie Du mit Deinem LinkedIn Profil die Aufmerksamkeit von Recruitern und Headhunter auf Dein Profil lenkst. Vorneweg: Dein LinkedIn Profil ist keine digitale Visitenkarte, sondern ein Schaufenster für potenzielle neue Arbeitgeber. Der erste Eindruck zählt und wenn Du Dein Profil strategisch aufsetzt, ist Dein Traumjob nur einen Klick von Dir entfernt.
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1. Wie fällt Dein Linkedin Profil bei Recruitern auf?

In der Marketingwelt gang und gäbe, aber bei vielen Bewerber:innen noch lange nicht angekommen: Das Storytelling. Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass wir uns Geschichten besser einprägen können, als eine langweilige Aufzählung von Fakten oder Tätigkeiten. Storytelling kannst hervorragend mit Deinem LinkedIn Profil umsetzen, wie Du gleich lesen wirst. Du hast zwei verschiedene Abschnitte im Profil, um Dich mit (D)einer erinnerungswürdigen Geschichte beim Recruiter ins Gedächtnis einzubrennen und aufzufallen: Der Info Text und die Berufserfahrung.

Info Text
Schreib hier bitte nicht in der 3. Person über Dich, das wirkt ziemlich komisch für den Leser. Das hier ist Deine Bühne. Sorge also dafür, dass der Besucher Deines Profils versteht, wie Du die (Arbeits-)Welt verbesserst. Nimm ihm die Hürde, um mit Dir in Kontakt zu treten. Ergänze das Ende Deines Info Textes mit Deiner E-Mail Adresse (optional Handynummer), damit Dich interessierte Recruiter unkompliziert kontaktieren können.

Beipiel Info Text LinedIn Profil

Berufserfahrung (Berufsstationen)
Zähle nicht einfach nur Deinen Aufgaben- oder Verantwortungsbereich auf. Hier darfst Du über Deine Erfolge sprechen und aufzeigen, welche Herausforderungen Du wie lösen konntest. Achte darauf, genau die Schlüsselwörter (Keywords) zu verwenden, für die Du gefunden werden willst. Aber dazu später mehr.
Beispiel Berufserfahrung LinkedIn Profil

2. Richte den Fokus vorwärts, nicht zurück

Mit anderen Worten: richte Dein Profil auf Dein Karriereziel aus und nicht auf Deine berufliche Biografie. Ganz klar, dass Du Deine Vergangenheit nicht leugnen sollst. Im Gegenteil – betone die Tätigkeiten und Erfolge, die Dich zu der Superheldin gemacht haben, die Du heute bist. Jetzt kommt das Aber: Nur solange diese Kompetenzen relevant für den Job sind, den Du Dir für Deine Zukunft wünschst und von denen Dein künftiger Arbeitgeber auch profitieren kann. Weiter oben im Artikel hatte ich die Keywords erwähnt. Die dürfen natürlich grosszügig auf Deinem Profil verteilt werden. Nutze Begriffe und Synonyme in Deinen Texten, für die Du gefunden werden möchtest. Daher wichtig, dass Du Deine angestrebte Jobfunktion in Deinen Texten erwähnst. Insbesondere, wenn Du einen Quereinstieg wagen möchtest.

3. Halte Dein Profil jederzeit aktuell

Dein LinkedIn Profil ist alles, nur eins ganz sicher nicht – statisch. Das bedeutet, es liegt an Dir, es zu hegen und zu pflegen. Schliesslich hast Du Dir die ganze Mühe nicht umsonst gemacht. Dein Profil ist nichts, was in Stein gemeisselt ist und Du solltest immer wieder daran schleifen.
  • Hast Du neue Keywords entdeckt, die noch fehlen?
  • Hast Du Dich an Erfolge erinnert, die Du vergessen hast zu erwähnen?
  • Landen keine, oder viel zu wenige, Jobangebote von Recruitern in Deinem LinkedIn Postfach?
Dann besteht Handlungsbedarf. Eine weitere Möglichkeit, Deinem LinkedIn Profil mehr Leben einzuhauchen besteht darin, Arbeitsproben zu liefern.
Was meine ich damit?LinkedIn Artikel. Setz Dich hin und schreib (mindestens) einen LinkedIn Artikel. Ermögliche dem Besucher Deines Profils, Deine Arbeitsweise oder Fachkompetenz kennenzulernen. Erzähle von einem erfolgreich umgesetzten Projekt oder einem anderen Meilenstein, den Du während einer Anstellung setzen konntest.

4. Nutze visuelle Inhalte

Ich sehe immer wieder LinkedIn Profile ohne Profilfoto, ohne Hintergrundbild oder sonstigen visuellen Content. Das ist unglaublich wertvolles Kapital, welches Du hier verschwendest. Absolute Pflicht ist ein professionelles Profilbild. Personaler schenken Profilen ohne Foto keine Aufmerksamkeit, mögen sie inhaltlich noch so gut sein. Ohne ein Profilbild wirkt Dein LinkedIn Profil irgendwie dubios. Du hast die Möglichkeit, Deine Diplome, Auszeichnungen oder andere Dateien wie etwa Deinen Lebenslauf oder Onepager auf Dein Profil hochzuladen. Das schafft Vertrauen und lädt Recruiter dazu ein, länger auf Deinem Profil zu verweilen und es genauer unter die Lupe zu nehmen.

5. Mach Dich für Personaler zugänglich

Zwei Dinge, die viele LinkedIn User vergessen, sind der fehlende Handlungsaufruf und mangelnde Kontaktmöglichkeiten. Mach es dem Leser Deines Profils einfach, Dich zu kontaktieren.
Nimm ihm die Hürde und platziere Deine Kontaktangaben prominent, sodass er sie schnell findet. Dazu kannst Du am Ende Deines Infotextes Deine E-Mail Adresse nochmals erwähnen. Schreib sie aber nicht einfach bloss hin, sondern ergänze, dass Du Dich über eine Nachricht freust oder der Leser Dich jederzeit kontaktieren darf.
Wenn Du noch schneller Jobangebote erhalten willst, kann es hilfreich sein, Deine Handynummer anzugeben.
Personaler haben wenig Zeit und greifen bei der Suche nach geeigneten Kandidaten auch gern mal zum Telefonhörer.

6. Such proaktiv den Kontakt zu Entscheidungsträger

Stell Dir vor, Du musst heute den Wocheneinkauf erledigen. Du schiebst es schon seit Tagen vor Dir her, weil Du gerade viel zu tun hast. Du ziehst Deine Jacke an, machst die Haustür auf und vollgepackte Einkaufstüten mit allem, was Du brauchst, stehen schon da. Wie toll wäre das denn, bitteschön? Genau dieses Gefühl erzeugst Du, wenn Du von Dir aus, also proaktiv, auf Recruiter oder Entscheidungsträger zugehst. Lass aus Angst vor Ablehnung das Ego oder allfällige Unsicherheiten vor der Tür. Denn wir alle sind daran interessiert, unsere Aufgaben effizient und zügig zu erledigen. Personaler auch. Hab also keine Angst den Erstkontakt herzustellen, wenn Du genau weisst, dass Du alles mitbringst, was gesucht wird. Und auch wenn 10x ein „Nein danke“ als Antwort kommt, braucht es nur ein einziges Ja, um Deinen Traumjob zu landen.

7. LinkedIn ist für die Arbeitswelt, was Google fürs Internet ist

LinkedIn ist im Grunde genommen eine mächtige Suchmaschine. Primäres Ziel: Die richtigen Personen miteinander zu verlinken. Egal, ob das nun für Geschäftszwecke oder Personalvermittlungen ist. Die schlechte Nachricht ist, dass diese Verlinkung nur erfolgreich sein kann, wenn die LinkedIn Maschine die richtigen Informationen hat. Die gute Nachricht: Du hast einen grossen Einfluss darauf, wie und wem LinkedIn Deine Profil-Informationen ausspielt.
Sichtbarkeit
LinkedIn ist nicht nur ein soziales Business Netzwerk, es besitzt auch einen intelligenten, kostenpflichtige Service für Personalverantwortliche – Das Tool „LinkedIn Recruiter“. Mit diesem Tool können Recruiter, Headhunter und Personaler Kandidaten identifizieren und ansprechen. Gesucht wird mittels Filterkriterien wie Jobbeschreibung, Skills, Wohnort, Branche oder Berufserfahrung. Wer die meisten Kriterien erfüllt, wird bei den Suchergebnissen ausgespuckt. Verstehst Du jetzt, weshalb Keywords so wichtig sind? Sie helfen Dir in den Suchergebnissen angezeigt zu werden.
Beispiel LinkedIn Recruiter

Kenntnisse und Fähigkeiten (Skills)
Active Sourcing bedeutet nichts anderes, als dass Unternehmen selbst auf Kandidatensuche gehen, anstatt Stelleninserate zu publizieren oder Personalvermittler einzusetzen. Das hat verschiedene Vorteile, auf die ich hier nicht weiter eingehen werde.
Worauf ich aber hinaus will ist die Möglichkeit, die Dir LinkedIn bietet, um eben gefunden zu werden, anstatt lange zu suchen. Im Abschnitt „Kenntnisse & Fähigkeiten“ hast Du 100 Möglichkeiten zu steuern, für welche Keywords Du gefunden werden willst.
Verwende unbedingt Synonyme, schliesslich weisst Du nicht, ob der Recruiter nach einem „Projekt Manager“ oder nach dem englischen Begriff „Project Manager“ sucht. Für die Maschine ist es nicht das Gleiche.
Fun Fact: je mehr Kontakte Deine Kenntnisse bestätigt haben, desto weiter nach oben rutscht Dein Profil bei den Suchergebnissen der Recruiter.
Beispiel Kenntnisse und Fähigkeiten Linkedin Profil
Kundenerfahrung & Praxisbeispiel
Ich habe viele Fach- und Führungskräfte gecoached, wie sie ihre LinkedIn Profil aufsetzen müssen, damit Recruiter und Headhunter sie finden können. Auch wenn sie den ein oder anderen Stolperstein hatten, wie etwas Ü50 Bewerbung oder Wiedereinstieg nach längerer Arbeitslosigkeit.
Zum Beispiel Andreas, ein Software- und IT Spezialist, der mit seinen 65 Jahren bereits in Rente war. Er wollte aber weiterarbeiten und bekam nur Absagen auf seine Bewerbungen. Wir haben sein LinkedIn Profil mit den 10 Schritten optimiert und es dauerte nicht lange, bis erste Headhunter und Personalvermittler ihn anschrieben.
In Rekordzeit konnte er aus vielen Jobangeboten – trotz seines Alters – wählen und sich seinen Traumjob holen. Aber am besten liest Du seine Empfehlung selbst:
Empfehlung LinkedIn Profil

8. Open to work – ja oder nein?

Du hast die Möglichkeit, Deinen Status als Stellensuchender für jeden sichtbar zu machen. Der grüne „Open to work“ Ring um Dein Profilbild signalisiert schnell und effektiv, dass Du auf Jobsuche bist. Auch wenn von LinkedIn gut gemeint, rate ich Dir davon ab. Warum? Weil dieses Emblem gegen aussen etwas verzweifelt wirkt. Begehrte Kandidaten suchen nicht, sondern lassen sich finden. Dieses grüne Ringsdings, wie ich es gern nenne, schwächt Dein Selbstmarketing. Hier findest Du noch weitere Gründe, weshalb ich das „Open to work“ Emblem nicht empfehle. Du hast selbstverständlich die Möglichkeit, Deine Bereitschaft für Jobangebote in Deinem Profil anzugeben, sodass sie nur für Recruiter sichtbar ist. Das empfehle ich Dir hingegen sehr, um in der LinkedIn Recruiter Suche angezeigt zu werden.
Open to work LinkedIn Profil

9. Empfehlungen

Social Proof ist die harte Währung im Netz. Ich bin mir ziemlich sicher, dass Du, falls Du schon einmal ein Airbnb Angebot gebucht hast, Dir die Empfehlungen durchgelesen hast. Oder am Urlaubsort das Trip Advisor App gezückt, als es um die Wahl des besten Restaurants ging. Gleiches gilt für LinkedIn Empfehlungen: Wenn ich nur eine Funktion haben dürfte, dann wäre es diese. Der Homo Sapiens ist ein Herdentier – was andere gut finden, hat automatisch mehr Gewicht. LinkedIn Empfehlungen sind Deine Chance, Dich als vertrauenswürdig und professionell zu präsentieren. Stell Dir ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Deiner Konkurrent:in vor: Deine Mitbewerber:in hat bei gleicher fachlicher Eignung keine LinkedIn Empfehlungen. Du im Gegensatz hast 10 aussagekräftige Empfehlungen von ehemaligen Vorgesetzten, Teamkollegen oder Kunden. Was denkst Du, wer das Jobangebot bekommt? Richtig – Du.
Empfehlungen LinkedIn Profil

10. Interaktion

Interaktion ist für soziale Plattformen das, was für uns die Luft zum Atmen ist. Ohne Interaktion könnten sie nicht existieren, weil sie sonst keine Werbekosten einnehmen. Das Geschäftsmodell sozialer Plattformen baut auf der Verweildauer der User auf. Je aktiver Du Dich also auf LinkedIn bewegst, desto mehr liebt Dich die Maschine. Und je mehr Dich die Maschine liebt, desto besser kann der Algorithmus Deine Inhalte und Interaktionen potenziellen Interessent:innen ausspielen. Lass Dich nicht von der Denkfalle täuschen, Beiträge zu posten oder zu kommentieren sei eine Zeitverschwendung. Jede Zeile, die Du schreibst, jedes Bild, das Du postest, stärkt Deine Marke „Ich“. Je sichtbarer diese Marke wird, und je stimmiger sie zu einem Unternehmen passt, desto eher bietet man Dir den Traumjob an.
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Häufig gestellte Fragen

Wie kann ich LinkedIn nutzen, um meinen Traumjob zu finden?
Welche Rolle spielt Storytelling im LinkedIn-Profil?
Wie wähle ich die richtigen Keywords für mein LinkedIn-Profil aus?
Sollte ich den „Open to Work“ Status einschalten?
Wie bekomme ich mehr Empfehlungen auf LinkedIn?
Wie oft sollte ich mein LinkedIn-Profil aktualisieren?
Wie kann ich als Bewerberin aktiv Kontakt zu Recruitern aufnehmen?
Welche visuellen Elemente sollte ich in meinem Profil nutzen?
Wie wichtig ist Interaktion auf LinkedIn?
Was mache ich mit meinem LinkedIn Profil, wenn ich wenig Berufserfahrug oder Lücken habe?
Über Selma Kuyas
Selma Kuyas ist 2-fache LinkedIn Top Voice Expertin für Personal Branding und digitale Sichtbarkeit von Unternehmensinhabern und C-Level Executives. Sie berät Firmen im Aufbau von Corporate Influencer Strategien als Employer Branding Massnahme. Weiter unterstützt sie mir der Karriereformel GmbH, gemeinsam mit Frédéric Mathier Fach- und Führungskräfte in der Karriereplanung.
Selma Kuyas ist gefragte Expertin in bekannten Online Medien wie Spiegel Online, STRIVE Magazin, Handelszeitung, Manager Magazin, SRF, Blick und steht als Keynote Speakerin auf internationalen Bühnen.
Selma Kuyas
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