Ich habe in meinem Berufsleben 4 x gekündigt. Jede Kündigung fiel mir schwer.
Entweder, weil ich die Zusammenarbeit mit meinen Teamkollegen sehr geschätzt habe oder weil ich mich mit meinen Existenzängsten auseinandersetzen musste.
Februar 2018 befand ich mich genau dort, wo es wehtut. Ich war „gefangen“ in einem Arbeitsumfeld, welches mich frustrierte.
Die anfängliche Freude an meinen Aufgaben wich der Antriebslosigkeit, täglich in einem Betrieb zu arbeiten, mit dessen hierarchischen und kontrollierenden Strukturen ich ganz und gar nicht warm wurde.
Soll ich einen gut bezahlten Job an den Nagel hängen, der mich innerlich zur Resignation treibt?
Der meinen inneren Frieden stark strapaziert und mir den Sinn meiner doch eigentlich sinnstiftenden Tätigkeit ab zwackt?
Meine Prinzipien sind mir wichtiger als Geld oder ein Titel. (Muhammed Ali)
Ich habe nächtelang mit den Dafür und den Dawider gerungen, um schlussendlich zu begreifen (mein Körper hatte es mir ganz klar und deutlich zu verstehen gegeben) – JA!
Auf in die Ungewissheit, in die Unsicherheit gewappnet mit viel Mut, Zuversicht und einer tonnenschweren Portion Expertise.
Auch wenn ich keinen Folgejob in der Tasche habe, möchte ich mir mein Schicksal oder besser, mein Glück selbst schmieden.
So habe ich für mich entschieden, meiner Selbstständigkeit als Bewerbungsexpertin und Coach den Vorrang zu geben.
Ich freue mich auf die Zukunft und viele glückliche Bewerber!
Selbstkündigungen gibt es übrigens auch unter Jugendlichen in Ausbildung.
Ich bin stolz und froh, dass sich meine Tochter 2017 mutig zur Kündigung im 2. Ausbildungsjahr ihrer Berufslehre (KV) entschieden hat.
Nach monatelangem Ringen, Überwinden und Leiden konnte sie sich kein weiteres Jahr in ihrem Ausbildungsbetrieb vorstellen.
Wegen fehlendem Leadershipverhalten ihres damaligen Vorgesetzten und gescheiterten Vermittlungsversuchen war klar, dass dieser Ausbildungsbetrieb nicht das Richtige für meine Tochter ist.
Der Ungewissheit, irgendwo im dritten Lehrjahr einsteigen zu können, begegnete sie mit viel Tatkraft und Proaktivität im Bewerbungsprozess.
Sie ist eine sehr zielstrebige und ehrgeizige junge Dame!
Sie wusste haargenau, wie ihr künftiger Betrieb aussehen sollte. Sie hatte eine klare Vorstellung ihrer Erwartungen und wollte gefordert werden.
Innert 3 Wochen durfte sie sich bei 5 Lehrbetrieben vorstellen, die sie alle sofort unter Vertrag genommen hätten.
So konnte Sie ihrem Wunschbetrieb zusagen. Ihr grosses Plus – starke Noten in der Berufsschule.
Das zeigt, dass Erfahrung und Wissen eben Risiken minimieren können. Und klar, wenn Mama Bewerbungsprofi ist, schadet es sicherlich nicht 😁.