Der heutige Bewerbungsprozess gleicht einem Marathon.
Wenn Bewerber 2008 täglich rund 2.5 Stunden für die Jobsuche investierten, ist diese Zahl 2017 um eine ganze (Lebens-)Stunde gestiegen.
So wird die Stellensuche gewissermassen zu einem Teilzeitjob in sich.
Einerseits prüfen Bewerber intensiver, bei welchem Arbeitgeber sie sich verpflichten möchten und andererseits erhalten Arbeitgeber pro Stellenausschreibung eine grössere Anzahl an Bewerbungen.
Das bedeutet für Dich, dass Du Dich auch auf mehr Stellen bewerben musst als vor 10 Jahren, weil Du automatisch mehr Absagen bekommst.
Wie realistisch stehen nun Deine Chancen, nach der ersten Hürde, dem Vorstellungsgespräch, tatsächlich den Job zu bekommen? *Trommelwirbel* – bei mageren 2%!
Uff, das musst Du nun ein wenig verdauen, ich weiss. Aber eine Kehrseite hat auch immer etwas Glanz: Mit dem Wissen um die geringen Chancen, kannst Du die zahlreichen Absagen viel leichter annehmen!
Bewerbungsabsagen strapazieren das Selbstwertgefühl, was sich wiederum in Deiner Motivation und sogar in den Texten Deiner Unterlagen widerspiegelt.
Eine positive Denkweise ist aber enorm wichtig, um Türen zu öffnen, neue Wege zu gehen und kreativ zu sein.
Lass Dich also von den Absagen nicht entmutigen!
Jede Absage ist auch immer eine neue Erkenntnis und sollte Dich anspornen, weiter an Deinen Bewerbungsunterlagen zu feilen oder über die Bücher, zu welchen Jobinserate Dein Profil wirklich passt.
Als Richtwert, je nach Branche und Erfahrung, kannst Du davon ausgehen, dass Du ca. 150 Bewerbungen versenden musst, ehe Du tatsächlich einen Vertrag unterschreibst.