Du möchtest Wunschkandidat mit Deiner Bewerbung werden?
Dann solltest Du Dich in die Welt der Personaler hineinfühlen und versuchen zu verstehen, wie Du Sie bei der Auswertung Deiner Bewerbungsmappe unterstützen kannst.
Ganz klar, dass Recruiter (und wir alle auch) wenig Zeit haben.
Zeit ist Geld und diese Zeit will/soll/kann/muss intelligent und effizient eingesetzt werden.
Für Dich als Bewerber bedeutet das, dass Du es schaffen musst, dieser Grobanalyse die Stange zu halten.
Diese Grobanalyse dauert unter Umständen nur wenige Sekunden, wie der
Beobachter schreibt.
15 Sekunden, um genau zu sein. Solange hast Du also Zeit, um Dich als Wunschkandidat zu behaupten und nicht auf dem Absagestapel zu landen.
In erster Linie wird geprüft, ob Du dem gewünschten Anforderungsprofil entsprichst.
Für Dich wichtig zu wissen:
Du musst nicht alle Stellenanforderungen abdecken! Wenn Du über mindestens 50% der Anforderungen verfügst, stehen Deine Chancen schon mal nicht schlecht, zum Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden.
Stelleninserate werden oftmals so formuliert, als würden Unternehmen die Eier legende Wollmilchsau suchen.
Speziell Frauen tun sich oft schwer, die Bewerbungsunterlagen einzureichen, weil sie das Gefühl haben, alle Kriterien erfüllen zu müssen.
Warum wir so streng mit uns selbst sind, kannst Du
hier nachlesen.
Wie sieht denn nun so ein Anforderungsprofil aus und worauf wird genau geachtet?
Das Anforderungsprofil setzt sich aus harten und soften Faktoren zusammen.
Harte Faktoren sind Wünsche nach Deiner beruflichen Qualifikation.
Also Deiner Ausbildung, Berufserfahrung und Deiner Expertise.
Die soften, also weichen Faktoren, sind Deine persönlichen Eigenschaften.
Der Personaler scannt den Lebenslauf (und das Motivationsschreiben) nach Deinen Soft Skills.
Als Soft Skills werden Kompetenzen bezeichnet, die jenseits der Fachkompetenzen liegen aber für die Ausübung des Berufs zwingend notwendig sind.
Sie werden oft auch als Schlüsselkompetenzen beschrieben und zeigen auf, ob Du über ausreichend
emotionale Intelligenz verfügst.
Wird zum Beispiel jemand gesucht, der stufengerecht kommunizieren kann, wäre es wichtig, diese Kompetenz in Deinen Unterlagen zu platzieren.
Hast Du die Gabe, Teams zusammenzubringen und schaffst es, dass alle an einem Strang ziehen?
Dann solltest Du das unbedingt in Deiner Soft Skills Liste erwähnen.
Das Anforderungsprofil beinhaltet Muss-Anforderungen, Kann-Anforderungen und formale Kriterien wie Rechtschreibung oder das Fehlen von Erklärungen Deiner Lebenslauflücken.
Muss-Anforderungen kannst Du im Stelleninserat relativ leicht an folgenden Beispielen identifizieren, sie werden übrigens auch Keywords genannt:
Kann-Anforderungen sind quasi das Beigemüse oder das nice-to-have.
Diese Kompetenzen könnten unter Umständen nachgeholt werden, wenn sie fehlen. Du erkennst sie an diesen Redewendungen:
Deshalb möchte ich Dir ans Herz legen, das Stelleninserat gut zu prüfen und zu erkennen, ob es nicht einfach die vielen Kann-Anforderungen sind, die Dich davon abhalten, Dich zu bewerben?